Skiff-Event

18 Skiff – Team Magic Marine

Archive for the ‘Grand Pix’ Category

1. August – Sonderborg – Dänischer Grand Prix

Montag, August 2nd, 2010

Neues Spiel, neues Glück! Da unser etatmäßiger Bowman Marco aus beruflichen Gründen nicht konnte, haben wir uns kurzerhand einen Wikinger an Bord geholt, Jesper Broendum, ehemaliger Steuermann des Teams Bodotex aus Aarhus. Er hat sich wirklich gut gemacht, aber die Bewegungsabläufe an Bord waren eben nicht ganz aufeinander eingespielt und wir sind eben jetzt doch 20 Kilo am Draht mehr gewöhnt “da vorn”. Da habe ich doch deutlich vorsichtiger (und schlechter) gesteuert. Wir sind am ersten Tag so “lala” ins Rennen gekommen, angeblichen 10 bis 18 Knoten (alle mussten natürlich mit großem Rigg posen) standen dann bis zu 23 Knoten draussen entgegen, es ballerte gut, die Riggs und die Gennaker kamen, Großsegel rissen, Bootsbauer, was willst Du mehr? Typisch Dänisches Understatement beim Wetterbericht. Den ersten Start hatten wir knapp verpasst eine Kenterung (nichts Neues) liess uns beim letzten Bear-Away zum Start nicht rechtzeitig starten, den 2.Lauf weiss ich schon gar nicht mehr, den dritten Lauf haben wir in Führung liegend mit einer Kenterung in der letzten Halse (auch nichts Neues) abgegeben. Am nächsten Tag nach Dänischen Hotdogs und reichlich Bier versuchten es dann alle mal mit kleinem Rigg, denn es sollte etwas mehr werden. Den Lauf (es gab nur einen, denn die Teams fielen aus wie die Fliegen) gewannen die Briten von Pica knapp vor Christoph Hagemeyer, nachdem lange nicht klar war, wer von den drei “last man standing” denn nun als erster sein Boot wieder hochkriegt und den “Bear Away” schafft. Wir hatten zu dem Zeitpunkt an 2. Stelle liegend schon das Rennen beenden müssen, da uns der Gennaker in der 2.Runde in voller Fahrt einfach aus den Lieken flog – ein Riss quer über die ganze Breite bedeutete das Ende für dieses schnelle Tuch. Wir sind also an Land gefahren und holten den Reserve-Gennaker, aber schnell deutete sich an: Kein weiterer Lauf Today. Dafür wie Tags zuvor stundenlange Fahrten zum Segelmacher 8-( . Den letzten Tag wollten alle wieder großes Rigg fahren. Als ich vom Segelmacher kam, war das großes Rigg schon wieder drauf, der Wind heulte wie die ganzen Tage zuvor und draussen gab es wieder RambaZamba auf dem Wasser. Christoph Hagemeyer war mit seinem kleinen Rigg genauso schnell wie alle anderen mit großem Rigg. Wir konnten uns im 1.Lauf durchsetzen und gewannen diesen dann auch, im 2.Lauf warf uns eine falsche Kreuztaktik (ja, trotz fliegender Kühe von den Deichen haben wir versucht, taktisch zu fahren 8-))auf den letztendlich 4.Platz zurück, eine Kenterung, abgerissenes Fock-Cunningham und diverse kleinere Baustellen und Brüche liessen uns den letzten Lauf dann abbrechen und reinfahren, ein Fehler, wie sich im Ranking zeigte, denn so wurden wir 6. und nicht 4. gesamt. Ärgerlich, aber nicht so ärgerlich wie die diversen kostenintensiven Materialschäden und der echt bescheidene dänische Wetterbericht. Da muss sich noch viel tun bis zur nächstjährigen Mark-Foy Trophy mit Teilnahme der Australier, Neuseeländer und Amerikaner.
Gruß der Skippi

27.Juli – Travemünder Woche

Mittwoch, Juli 28th, 2010

Der German Grand Prix ist vorbei, das Quentchen Glück hat manchmal gefehlt, doch wir haben viel Spaß gehabt. Es hat an den ersten beiden Tagen gut geweht, dazu kam am 1.Tag eine grenzwertige Welle von bis zu 2 Metern dazu, unglaublich spannende Bedingungen. Am ersten Tag gab es bei 11 Meldungen und möglichen 33 Zieleingängen (bei 3 Rennen) nur ganze 4 Zieleinläufe zusammen von 2 Teams, wir sind bis zum Schluss (noch drei Teams) dabeigeblieben, aber trotz härtester Bemühungen nie ins Ziel gekommen. Im letzten Lauf dieses Tages haben wir dann in Führung liegend einen Schaden an der Gennakerklemme gehabt, einige Kugeln hielten dem Druck nicht stand und brachen, der Gennaker kam in einem Bremser in einer Welle und riss die Pole ab…das Fortune war nicht mit uns. Na, die Notreparatur hielt und den Rest müssen wir in Berlin reparieren. Ganz ehrlich, nachdem wir in den letzten 7 Wochen doch begrenzt zum Segeln kamen wegen des fehlenden Windes in Berlin, so haben wir nicht ganz an unsere Form der EURO anknüpfen können. Immerhin waren wir schnell, sehr schnell und haben viele Top-Positionen (2×1., 2×2.) an den Luvmarken gehabt und einen Tagessieg am letzten Tag verbuchen können. Trotzdem haben wir mit dem 6. von 11 unser Ziel, den Platz auf dem Treppchen nur um 3 Punkte verpasst (52 Punkte zu 49 aus 8 Rennen). Gewinner sind die Briten von Team Pica vor den Dänen von GP Covers und den Ungarn um Liberty Sailing geworden. Bester Deutscher und German Open Sieger ist Friedel Renner mit Tom und Latsi geworden als 4.
Glückwunsch